Für welche Kinder eignet sich die Ergotherapie?

Für Kinder, die

  • sich kaum konzentrieren können (zum Beispiel ADS, ADHS, POS),
  • grob- oder feinmotorische Schwierigkeiten haben,
  • ungeschickt sind,
  • Mühe haben beim Schreiben von Hand,
  • sich sozial auffällig verhalten (zum Beispiel keine Freunde haben),
  • sehr aktiv oder sehr passiv sind,
  • in der Schule/im Kindergarten nicht mithalten können oder
  • im Vergleich zu gleichaltrigen Entwicklungsrückstände aufweisen,

kann die Ergotherapie wesentlich dazu beitragen, dass sie sich in vielen Situationen besser fühlen und ihren Handlungsspielraum vergrössern können.

Was bringt die Ergotherapie?

Ergotherapie stellt die Handlungsfähigkeit des Kindes in den Mittelpunkt. In einer individuellen Therapie lernt das Kind:

  • Ängste abzubauen,
  • die Motorik zu verfeinern,
  • alle seine Sinne zu gebrauchen,
  • die Wahrnehmung zu verfeinern,
  • die Konzentration zu trainieren,
  • seine Handlungen zu planen oder
  • Probleme zu lösen.

Die herausfordernden Situationen, denen das Kind täglich begegnet, übt es mit mir in der Ergotherapie auf spielerische Weise. Seine neu erworbenen Fähigkeiten soll das Kind gleich im eigenen Alltag umsetzen. Wie Eltern ihr Kind unterstützen können, thematisieren wir in der Elternberatung, einem Bestandteil der Ergotherapie. Auch der Austausch mit der Schule, den entsprechenden Fachpersonen sowie den überweisenden Ärzten ist mir sehr wichtig.

Wie funktioniert die Ergotherapie?

Nach einem ersten Abklärungsgespräch mit Kind und Eltern, Beobachtungen und Testverfahren, stelle ich ein individuelles Therapieprogramm zusammen. Dieses findet einmal pro Woche in meiner Praxis in Kreuzlingen statt, mit Pausen während der Schulferien. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder ihre Ressourcen zeigen können und nicht gestresst sind, denn nur so kann die Ergotherapie erfolgreich sein.

Was wir in den einzelnen Sitzungen machen, ist unterschiedlich, aber oft werden wir:

  • Spielen alleine oder in der Gruppe,
  • Schreiben und Malen,
  • Kochen, Werken und Basteln nach Anleitung,
  • einzelne Sinne trainieren,
  • taktile Erfahrungen machen,
  • Bewegungen einüben,
  • Gleichgewicht und Koordination trainieren,
  • eine Aufgabe planen und durchführen,
  • herausfordernde Alltagssituationen üben.

Wer bezahlt die Ergotherapie?

Eine ärztlich verordnete Ergotherapie wird durch die Krankenkasse oder die Invalidenversicherung finanziert.